Pastoralverbund

Konzert in St. Elisabeth, Obercastrop am Freitag, 11.05.2018

Messe in D (A. Dvorak) vom Chor St. Elisabeth, Litanies (F. Poulenc) vom Chor St. Louis, Psalm 150 (C. Franck), Hör mein Bitten (F. Mendelssohn), Verleih uns Frieden (F. mendelssohn) von beiden Chören

 

59. Treffen der Kirchenchöre St. Elisabeth Obercastrop und St. Louis Vincennes.

Vom 10. Mai bis zum 13. Mai 2018 findet das 59. Treffen der Kirchenchöre St. Elisabeth Obercastrop und St. Louis Vincennes statt. Am Himmelfahrtstag gegen Mittag treffen 44 französische Gäste ein. Nach dem Mittagessen in den Gastfamilien und einer Konzertprobe am Nachmittag singen beide Chöre im Gottesdienst um 18 Uhr in der St. Elisabeth-Kirche. Anschließend findet ein Empfang im Gemeindehaus statt. An diesem Empfang wir auch unser Bürgermeister teilnehmen.

Der Freitag steht ganz im Zeichen des Konzertes. Am Nachmittag wird noch einmal kräftig geprobt, denn beide Chöre müssen sich noch aufeinander abstimmen. Um 19.30 Uhr laden dann beide Chöre zum Konzert, siehe Bericht, ein.

Am Samstag findet ein Besuch in Haltern (Römermuseum, Heide) statt. Anschließend treffen wir uns auf dem Gemeindefest.

Der Sonntag beginnt mit einem von beiden Chören gestalteten Gottesdienst um 10 Uhr in der St. Elisabeth-Kirche. Nach dem Mittagessen werden die Gäste um 15 Uhr verabschiedet. Zu Himmelfahrt 2019 ist dann der Chor St. Elisabeth wieder Gast in Vincennes zum 60. Treffen.

 

Chorkonzert

Freitag, 11.05.2018      19.30 Uhr St. Elisabeth-Kirche Obercastrop

 

Programmfolge

 

Psalm 150                    C. Franck              St.E.+St.L.

Hör mein Bitten           F. Mendelssohn     St.E.+St.L.

Messe in D                  A. Dvorák              St. Elisabeth

Litanies                        F. Poulenc             St. Louis    

Verleih uns Frieden     F. Mendelssohn     St.E.+St.L.

 

Ausführende:

Gudrun Tollwerth-Chudaska, Sopran

Antje von Adingen, Alt

Thomas Iwe, Tenor

Gerrit Miehlke, Bass

 

Kirchenchor St. Louis, Vincennes

Leitung: Stanislav Pavilek

Kirchenchor St. Elisabeth, Obercastrop

Mitglieder der Bochumer Symphoniker

 

Leitung: Klemens Koerner

 

Eintritt: frei – um eine Spende wird gebeten

Psalm 150 von Cesar Franck

Der Psalm 150 ist ein Spätwerk Franck´s, komponiert 1848 zur Einweihung der neuen Orgel im Pariser Blinden-Internat. Das Hauptgewicht dieser Komposition liegt beim Orchester und ist kennzeichnend für den reifen Stil des Symphonikers Franck. Nach leisem Beginn im Orchester mit Quintmotiven erfährt das Werk durch den Chor mit seinen immer stärker und dichter werdenden Halleluja-Rufen eine große Steigerung. Dem cantablen Mittelteil – anfangs von den Männerstimmen vorgetragen – folgt wiederum das Hauptthema und endet mit einem schwungvollen Halleluja.

 

Hymne ,,Hör mein Bitten'' von Felix Mendelssohn-Bartholdy

entstand 1844 nach einer englischen Paraphrase des 55. Psalms (V. 1-9) von William Bartholomew, der auch den Text des Elias übersetzte. Nachdem 1845 die erste Fassung für Sopran und Chor mit Orgel erschien, arbeitete Mendelssohn den Orgelpart für Orchester um. Die Umformung erweiterte nicht nur den klanglichen Radius, sondern sie akzentuierte auch Struktur und Ausdruck des Werks. Beide Rahmenteile werden vom Solosopran eröffnet, während der Chor erst später einfällt. Dazwischen steht ein knappes Rezitativ, das chorisch aufgefüllt wird. Im zweigliedrigen Kopfsatz wird der eröffnende Melodiebogen im Solopart zunehmend aufgelöst, und mit der Verkürzung seiner Phrasen paart sich die chromatische Eintrübung der Harmonik. Wo dann wieder die anfängliche Melodik erreicht wird, greift sie der Chor erstmals auf. Statt ihrer Fortführung jedoch schlägt der Satz zum Tripeltakt um und in klanglicher Steigerung und Beschleunigung erreicht er einen anderen Ausdruck (,,die Feinde, sie drohn"). Nach dem knappen Rezitativ bildet der Schlußsatz einen dreiteiligen Bogen, dessen Motivik von schwebenden Triolen über Orgelpunkt ausgeht (,,O könnt ich fliegen"). Davon hebt sich der Mittelteil ab, in dem der Chor zwar denselben Text, jedoch in Tonrepetitionen und akkordischer Raffung deklamiert. Wenn dann die Reprise des solistischen Anfangs ansetzt, tritt der Chor zunächst zurück, bis endlich seine deklamatorische Motivik mit den Melismen der Solostimme verknüpft wird. Die Kombination der Ebenen macht - so unauffällig sie sich gibt - Mendelssohns Kunst der Vermittlung aus.                                                                                 Friedhelm Krummacher

 

Messe D-Dur von Antonin Dvořák

Dvořák Todestag (01.05.1904) jährte sich zum hundertsten Mal. Neben seinen Sinfonien und slawischen Tänzen haben ihn besonders die geistlichen Chorwerke berühmt gemacht. Mit seinem >Stabat mater< von 1876, das er unter dem Eindruck des Todes seines Töchterchens Josefa schrieb, erlange er internationale Anerkennung. Erwähnt werden müssen weiterhin sein >Requiem<, das >Te Deum<, die >Biblischen Lieder< und in bescheidenerem Maße seine Messe. Es war dem frommen Katholiken Dvořák ein Herzensanliegen für den sakralen Raum zu komponieren. Die Messe D-Dur op. 86 ist eine sogenannte Gelegenheitskomposition. Der vermögende Architekt Josef Hlávka beauftrage Dvořák eine Messe zu schreiben. Sie sollte zur Einweihung der Schlosskapelle seines Landgutes bei Pilsen uraufgeführt werden. Entsprechend der Möglichkeiten in einer kleinen Kirche ist die Besetzung: Zum Chor und den 4 Solisten (oder kleiner Chor) tritt nur die Orgel als Begleitinstrument. Im März 1887 begann er und vollendete sein Werk am 17. Juni desselben Jahres. Als Dvořák die fertige Komposition dem Auftraggeber schickte, schrieb er in einem Brief, dass diese Messe eine Zeugnis sei für „Glaube, Hoffnung und Liebe zu Gott, dem Allmächtigen und Dank für die große Gabe, die mir gestattete, dieses Werk zum Preis des Allerhöchsten und zur Ehre unserer Kunst glücklich zu beenden. Wundern Sie sich nicht, dass ich so fromm bin, aber ein Künstler, der es nicht ist, bringt derlei nicht zustande.“ Die Orgelfassung erklang dann zum ersten Mal am 11. September 1887 in der Schlosskapelle zu Luzany. Auf Drängen des Verlegers Novello in London schuf Dvořák 5 Jahre später eine Orchesterfassung. Die Chorstimmen übernahm er unverändert, er setzte lediglich vor das Kyrie ein zweitaktiges Vorspiel. Dieser erste Ordinariumsteil erhält seine Wirkung durch liedhafte, sanfte Themen und große dynamische Steigerungen. Warum er sich nicht an die übliche Dreiteilung >Kyrie — Christe - Kyrie< hält, sondern den Satz mit >Christe eleison< beschließt, bleibt sein Geheimnis.

Mit einem sich mehr und mehr steigerndem Jubelgesang beginnt das Gloria. Es hat seine leisen, kantablen Teile in >Et in terra pax< und >Gratias agimus tibi<. Kurz in die parallele Molltonart wechselt er bei >Qui tollis peccata mundi<, um im abschließenden >Ouoniam tu solus sanctus< wieder in strahlendem D-Dur die Herrlichkeit Gottes zu preisen.

Das Credo ist auffallend lang, 448 Takte gegenüber 192 Takten für das ebenfalls textreiche Gloria. Das Anfangsthema des >Credo< erinnert an die mittelalterlichen gregorianischen Messgesänge. Auch greift er die in der katholischen Kirche übliche Responsorientechnik auf: Eine Stimme trägt einen Vers vor und alle antworten. In direkter Aufeinanderfolge von Piano und Forte erzielt Dvorak dabei wirkungsvolle Kontraste. Ausdrucksmittel des Schmerzes waren seit der Barockzeit die verminderten Akkorde. Im >Cruzifixus< verwendet er dieses Stilmittel. Sehr textnah komponiert ist dieser Teil, von anfangs gewaltigen Klängen endet er bei >sepultus est< in einem pianissimo (ppp). Nachdem er bei >Et in spiritum sanctum< das zuerst gehörte Thema erneut aufgreift, beschließt er sein Credo mit einem feierlichen >Amen<.

Die Ordinariumsteile >Sanctus< und >Benedictus< sind in vielen Messkompositionen eng verknüpft, enden sie doch jeweils mit der gleichen Textzeile >Hosanna in excelsis<. Daher gleicht das >Hosanna< des Sanctus motivisch dem des >Benedictus<, wenngleich die Stimmverteilung eine andere ist. Den Anfang des >Benedictus< singen die Solisten. Dvorak hatte hier, wie auch beim >Gratias agimus tibi< im Gloria ausschließlich Orgelbegleitung vorgesehen. Aus praktischen Gründen habe ich diese Stellen den Streichern übertragen. Im letzten Teil der Messe, im >Agnus dei< beginnt die Altistin mit einem achttaktigen Fugenthema, das von den übrigen Solisten nach und nach zur kunstvollen Vierstimmigkeit erweitert wird. Der Chor schließt mit der inständigen Bitte um Frieden im Pianissimo, ganz im Gegensatz zu den anderen Messteilen, die alle im glanzvollen Forte endeten.

Jarmil Burghauser schreibt im Vorwort der Partitur bei Evitio Supraphon: Die Messe haucht geradezu die böhmische Landschaft, den Zauber ihrer kleinen Barockkirchen mit volkstümlicher Ausschmückung, die einfache Weisheit der Menschen vom Land, die Sicherheit im Schoß der Tradition und des Glaubens des Volkes aus.

 

Verleih uns Frieden von Felix Mendelssohn-Bartholdy

Die Choralkantate „Verleih uns Frieden gnädiglich“ komponierte Felix Mendelssohn im Jahre 1831. Im Gegensatz zu vielen anderen Choralkantaten verarbeitete er in diesem kleinen Werk nicht die ursprüngliche Melodie, - wie es sonst üblich war - , sondern erfand eine eigene liedhafte Melodie. Dieses „Gebet“ nach Worten Martin Luthers lässt die Bitte um Frieden anfangs einstimmig von den Männerstimmen vortragen, nur begleitet von zwei Celli und einem Bass. Ab der zweiten Strophe begleitet das gesamte Orchester einen zweistimmigen Chor. Der kontinuierlich sich steigernde Aufbau erfährt seinen Höhepunkt in der dritten Strophe mit allen vier Chorstimmen. Das Werk schließt wie begonnen im Pianissimo und unterstreicht so eindringlich die Bitte um Frieden.

 

 

 

Die ca. 55 Sängerinnen und Sänger des Chores St. Elisabeth bestreiten jährlich 1 bis 2 Konzerte und singen regelmäßig im Gottesdienst der Gemeinde.

Jeden Mittwoch ist von 19.30 Uhr bis 21 Uhr Probe im Gemeindehaus an der Bochumer Straße 94.

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