Kirchenchor

Partnerschaft mit dem Chor St. Louis (2009)

21.05.-24.05.2009 in Vincennes

Konzert in St. LouisPK Empfang im RathausPK

 

Reisebericht zur Jubiläumsfahrt

50. Begegnung der Chöre St. Elisabeth, Obercastrop, und St. Louis, Vincennes,

vom 21. Mai 2009 bis 24. Mai 2009

Vom 21. Mai 2009 bis 24. Mai 2009 besuchten 35 Sängerinnen und Sänger des Kirchenchores St. Elisabeth mit ihrem Chorleiter und weiteren Freunden des Chores den Partnerchor St. Louis in Vincennes – im Rahmen einer Jubiläumsfahrt, denn immerhin ist es schon die 50. Begegnung.

 

Am Mittag des Himmelfahrtstages trafen die Chormitglieder aus Obercastrop in Vincennes ein, wo Ihnen ein herzlicher Empfang bereitet wurde. Die besondere Bedeutung des diesjährigen Besuches bei den französischen Freunden wurde uns spätestens bei der Bekanntgabe des Besuchsprogramms deutlich: neben den umfangreichen Proben für das große gemeinsame Jubiläumskonzert stehen ein langer Ausflug und ein offizieller Empfang durch den Bürgermeister im Rathaus von Vincennes auf der Jubiläumsordnung – an ganz ungewohnten Tagen, um unserem Konzert den erforderlichen Rahmen geben zu können. Trotz der vielen Termine gilt jedoch nach wie vor: man fährt nicht mal eben zu einem Städteaustausch mit vielen Terminen; nein: man fährt zu Freunden.

 

Nach dem Mittagessen in den Familien traf man sich nachmittags, um für das gemeinsame Konzert am Samstag zu proben, den abendlichen Gottesdienst gemeinsam zu feiern und musikalisch mitzugestalten. Mit einem gemütlichen Beisammensein im Gemeindesaal klang der erste Tag aus.

 

Der Ausflug am Freitag führte uns in zwei Schritten weit in die Vergangenheit: Zunächst fuhren wir nach Houjarray, um uns im Hause von Jean Monnet über die Wurzeln des heutigen Europas zu informieren: Jean Monnet hat in seinem Hause in Houjarray durch seine vielfältigen Kontakte zu bedeutenden Politikern seiner Zeit sowie durch seine Vorstellungen für eine Gestaltung der europäischen Zukunft den Grundstein für die Europäische Union bzw. ihre Vorgängerinstitutionen gelegt.

 

Den zweiten Schritt sind wir in Richtung 17. Jahrhundert gegangen und haben Versailles besucht. Bei strahlendem Sonnenschein haben wir das Prachtschloss besichtigt und anschließend den weitläufigen Park nebst weiteren Lustschlössern genießen können – wie seinerzeit Ludwig XIV und Marie-Antoinette. Über das Val Saint Germain, wo wir einen schönen Abend in gemeinsamer Runde bei gutem Essen, guter Stimmung und einem Jubiläumskanon über Eckdaten unserer deutsch-französischen Beziehungen verbracht haben, sind wir wieder in der Gegenwart in Vincennes angekommen.

 

Der Samstag war der Jubiläumstag schlechthin: Zunächst der offizielle Empfang im Rathaus durch den Bürgermeister und Abgeordnete des Rates der Stadt Vincennes am Mittag, am Abend dann das große Jubiläumskonzert in der ausverkauften Kirche St. Louis de Vincennes.

 

Die beiden Chöre eröffneten das Konzert unter der Leitung von Jérôme Boudin-Clauzel mit einem Kyrie von Mozart (KV 341) bevor das Orchester die Jupiter-Sinfonie von Mozart darbrachte. Den Hauptteil des Konzertes bildete die Messe in C-Dur von Beethoven (op. 86), gemeinsam gesungen von beiden Chören und Solisten, begleitet durch das große Orchester. Die überzeugende Darbietung aller wurde durch die Zuhörer mit langanhaltendem Applaus gewürdigt.

 

Während der gesamten vier (viel zu kurzen) Tage und Nächte wurde jede Möglichkeit genutzt, die freundschaftlichen Beziehungen beider Chöre und zu den befreundeten Familien zu intensivieren, bis es am Sonntag nach der gemeinsam gestalteten Messe und dem Mittagessen in den Familien am Nachmittag hieß: à l’année prochaine à Castrop – bis zum nächsten Jahr in Castrop.

 

Sabine Barkowsky