Kirchenchor

Konzert in St. Lambertus, Castrop am 14.05.2010

Te Deum (Bizet), Psalm 150 (C.Franck), Cäcilienmesse (Gounod) - Vorverkauf von Eintrittskarten an denen im Bericht genannten Stellen!

Chorkonzert

  14. Mai 2010 19.30 Uhr in der St. Lambertuskirche, Castrop

Programmfolge

Te Deum

für Soli, Chor und Orchester

G. Bizet

Psalm 150

für Chor und Orchester

C. Franck

Pavane

für Orchester

M. Ravel

Messe solennelle (Große Cäcilienmesse)

für Soli, Chor und Orchester

Ch. Gounod

Ausführende:

Gudrun Tollwerth-Chudaska, Sopran

Jörg Nitschke, Tenor

Gerrit Miehlke, Bass

Kirchenchor St. Louis, Vincennes

Kirchenchor St. Elisabeth, Obercastrop

Mitglieder der Bochumer Symphoniker

 

Leitung: Klemens Koerner

Eintritt: 12,00 €       10,00 €(KG)       6,00 € Schüler und Studenten

Vorverkauf: Galeriehaus Grosche, Karlstraße 20

Genusswelt Lübke, Am Markt

VHS-Office, Rathaus, Zi. 114

 

Veranstalter: Kulturgemeinde Castrop-Rauxel e.V.

KOOP-Partner: Kulturbüro Castrop-Rauxel

Te Deum

Bizet komponierte das Te Deum während seines dreijährigen Studienaufenthaltes in Rom. Im April 1859 schreibt er dazu unter anderem nach Paris: „Wenn etwas sicher ist, dann dass ich nicht für die Kirchenmusik geschaffen bin. Ich plane eine dreiaktige italienische Oper, das mag ich lieber.“ (aus Christoph Schwandts Bizetbiographie)

Sein Werk verwendet wirkungsvoll musikalische Elemente der Opernmusik. Anfang und Ende seines „T Deum´s“ mit der Satzbezeichnung „Maestoso“

haben bei gleichem Text auch das gleiche wuchtige Thema. Im dritten Satz erinnert das Sopransolo „Te ergo quaesumus“ an eine Gebetsszene, wie sie in Bellinis oder Donizettis Opern zu hören sind.

Psalm 150

Der Psalm 150 entstand im Jahr 1884. Das Hauptgewicht dieser Komposition liegt beim Orchester und ist kennzeichnend für den reifen Stil des Symphonikers Franck. Das dreiteilige Werk beginnt sehr leise und erfährt mit einfachen Quint- und Quartmotiven eine große Steigerung bis zum Alleluja des ersten Choreinsatzes. Nach cantablem Mitteilteil, anfangs von den Männerstimmen vorgetragen, erklingt am Schluss das Hauptthema noch einmal, allerdings im Fortissimo.

Pavane

Neben dem Bolero hat die Pavane Ravel bei der großen Masse bekannt und bliebt gemacht. Die melancholische Komposition schrieb er 1899 ursprünglich für Klavier, 1910 instrumentierte er sie für großes Orchester. Ravels Werke lassen einen außerordentlichen sensiblen Formsinn erkennen und eine Klangwelt ohne die übliche Grundtonbeziehung. Zudem besticht seine Pavane – die er der „Princesse de Polignac“ gewidmet hat – durch eine feste melodische Linienführung.

Charles Gounod übte beträchtlichen Einfluss auf die Entwicklung der vokalen Kirchenmusik in Frankreich aus. Er ist in der Reihe Cerubini, Berlioz, Saint-Saens und nach Ihm Fauré zu nennen.

Zarte Lyrismen der Melodien und Klangsinn kennzeichnen seinen Kompositionsstil. Gounod´s „Messe solennelle en l`honneur de Sainte Cécile“ nimmt eine Sonderstellung unter den Messvertonungen ein. Einmal ist es die Unmittelbarkeit des Ausdrucks, zum anderen das Instrumentarium: volles Orchester mit großer Trommel und Becken. Die Nähe zur Oper und zur sinfonischen Musik ist in seiner Cäcilienmesse nicht zu überhören. Gounods Werk wurde mit großer Begeisterung und mit echtem Erstaunen aufgenommen und hat seine Wirkung auf die Zuhörer bis heute erhalten. Außer den üblichen Ordinariumsteilen enthält die Messe ein instrumentales Offertorium und ein vertontes „Schlussgebet für das Volk“.

Die drei Anrufungen des „Agnus“ sind unterbrochen von einem Tenor- und Sopransolo mit dem Text „Domine, non sum dignus“.

Flächige Klanggestaltung, wohlklingende Harmonik und moderate Tempi – mit Rücksicht auf den großen Kirchenraum – kennzeichnen diese überaus schöne Messe.