Kirchenchor

Konzert in St. Lambertus, Castrop am 03.03.2013 um 17 Uhr

mit Werken von W.A.Mozart (Krönungsmesse und die Litaniae) und das Te Deum von B. Britten

FV

 
















Chorkonzert

03. März 2013 17.00 Uhr

St. Lambertuskirche Castrop

 Programm

1. Litaniae de venerabili altaris sacramento KV243           W.A. Mozart

    für Sopransolo, Chor und Orchester

2. Te Deum                                                                        B. Britten

    Chor und Orchester

3. Krönungsmesse     (KV317)                                           W.A. Mozart

    für Soli, Chor und Orchester

 

Ausführende:   

Gudrun Tollwerth-Chudaska, Sporan

Antje von Adingen, Alt

Thomas Iwe, Tenor

Gerrit Miehlke, Bass

Kirchenchor St. Elisabeth, Obercastrop

Mitglieder der Bochumer Symphoniker

 

Leitung:  Klemens Koerner

Eintritt: 12,00 €    10,00 € KG    6,00 € Schüler und Studenten

Vorverkauf:   Galeriehaus Grosche, Karlstr. 20

Genusswelt Lübke, Am Markt

Programmfolge:

 

I.         Litaniae de venerabili altaris   W.A. Mozart

            Sacramento KV 243

 1.         Kyrie

2.         Panis vivus

3.         Verbum caro factum

4.         Hostia sancta

5.         Tremendum

6.         Dulcissimum convivium

7.         Viaticum

8.         Pignus

9.         Agnus Dei

 

II.        Te Deum                                          B. Britten

 

III.       Missa in C-Dur                              W.A. Mozart

(Krönungsmesse) KV317

 

1.         Kyrie

2.         Gloria

 

3.         Kirchensonate F-Dur KV224

 

4.         Credo

5.         Sanctus

6.         Benedictus

7.         Agnus Dei

 Zu den Werken

 Litaniae KV 243

 Zu den Werken, die Mozarts kirchenmusikalisches Credo unverfälscht zur Schau stellen, gehört die feierliche Litanei vom Allerheiligsten Altars- sakrament Es-Dur KV 243, die im März 1776 in Salzburg entstand und im dortigen Dom uraufgeführt wurde, und mit der der zwanzigjährige Mozart nach der Lauretanischen Litanei KV 109 (1771), der Sakramentslitanei KV 125 (1772) und der Lauretana KV 195 (1774) seinen letzten und zugleich umfangreichsten Beitrag zur Litaneikomposition leistete. Dieses Werk gilt als eines seiner persönlichsten, das er, ohne auf den Erzbischof Rücksicht nehmen zu müssen, komponieren konnte. Bewundernswert wie Mozart trotz stilistischer Vielfalt (Fuge, Koloratur-Arie, Iiedhafte Partien, Chorsätze von dramatischer Eindringlichkeit) alles zu einem organisch Ganzen verbindet. Er geht weniger dem detaillierten Textgehalt nach, sondern drückt überwiegend die jeweils allgemeine Gebetshaltung musikalisch aus. Es beginnt mit einem ernsten und bittenden Kyrie im Andante moderato-Tempo und in schlichter homophoner Satzart, um nach 78 Takten in die Tenor-Arie „Panis vivus“ überzuleiten. Bemerkenswert außer der geforderten „Gurgelgeläufigkeit“ ist hier aber noch ein Zweites: Das Thema des „Panis vivus“ ist identisch mit jenem des berühmten „Tuba mirum“ aus dem Requiem! Ein überaus gegensätzlicher, symbolhaft reich modulierender Largo-Satz von nur 12 Takten für Chor und Orchester auf die Worte „Verbum caro facto“ schließt sich an. Im „Hostia sancta“ vereinigen sich Solisten und Chor zu mystischer Verehrung. Im Mittelpunkt stehen homophone Stellen, die nach Alfred Einstein, dem glänzenden MozartBiographen unseres Jahrhunderts, „so modern sind, dass man glaubt, sie etwa in Verdis „Missa da Requiem“ antreffen zu können“. Es folgt ein attaca einsetzendes, kühn entworfenes und düster majestätisch herausragendes „Tremendum“, das Mozart traditionsgemäß zu einer tonmalerischen Wortausdeutung nutzt. Opernhafte Elemente kehren in der koloraturreichen Sopran-Arie „Dulcissimum convivum“ zurück, ebenso in dem liturgisch eigentlich so strengen Satz „Viaticum“, in dem die Chorsoprane die Melodie des „Pange lingua“ zwar nach römischer Tradition intonieren, sich die Geigen aber analog zu Geister- und Sterbeszenen der Oper im Pizzikato bewegen. Als eines der größten Meisterwerke im kontrapunktischen Salzburger Stil erhebt sich sodann die Doppelfuge des „Pignus“, von der Mozart-Forscher Herbert Abert rühmt, dass sie mit ihrer Schwermut unmittelbar zum Herzen des Hörers spricht. Das Werk klingt aus mit der vertrauensvollen Sopran-Arie „Agnus Dei“, an die ein „Miserere“, das unter dem musikalischen Thema des Eingangskyrie gleichsam alles Bitten noch einmal zusammenfaßt, angehängt ist.

 Te Deum

 Brittens >Te Deum< ist ein kurzes dreiteiliges Werk für Sopran-Solo, vierstimmigen Chor und Orgel. In der Grundtonart C-Dur beginnend läßt Britten die Chorstimmen nacheinander den Lobpreis nach und nach steigernd bis zum strahlenden Forte erklingen. Die Eckteile leben vom Rhythmus, besonders akzentuiert von der Baßgruppe des Orchesters. Der Mittelteil – ein Dialog zwischen Solo-Sopran uns Chor – ist sehr melodiös und überwiegend ruhig gestaltet. Im dritten Teil greift Britten das Anfangsmotiv der Komposition noch einmal auf. Nach großer dynamischer Steigerung schließt das Werk in ruhigen C-Dur-Klängen zu der Textstelle: „Laß mich nicht zuschanden werden.“

Klemens Koerner hat Brittens >Te Deum< für Orchester eingerichtet.

 Missa in C-Dur KV 317

 Wolfgang Amadeus Mozarts 0-Dur-Messe KV 317, die sogenannte Krönungsmesse, zählt schon ihres Namens wegen zu den berühmtesten geistlichen Kompositionen ihres Schöpfers; unter den Messen ist sie wohl die bekannteste. Dabei waren die äußeren Umstände der Entstehung der Messe durchaus nicht günstig. Der Komponist hatte die Auflage, das Werk auf denkbar knappste Weise zu formulieren. Dementsprechend verzichtet Mozart auf ein Vorspiel und beginnt unmittelbar mit den Kyrie-Anrufungen. Im „Gloria“ singen die Solisten zeitweise sogar zwei verschiedene Texte gleichzeitig. Er verzichtet bei diesem Satz auch auf die sonst übliche Unterteilung in mehrere Teile. Ähnlich verhält es sich mit dem „Credo“ dem textreichsten Satz der Messe. Dort gibt es nur einmal, beim „Et incarnatus“ eine ruhigere Bewegung, aber sofort danach wird das dahinstürmende Tempo des Anfangs wieder aufgenommen. Der Aufbau des „Sanctus“ folgt den Traditionen: Dem langsamen, würdevollen ersten Teil folgt im „Hosanna“ ein schwungvoller Schlußteil. Das „Benedictus“ ein gelöster, liedartiger Gesang, ist ganz dem Solistenensemble vorbehalten. Das „Agnus Dei“ beginnt mit einem Sopran-Solo, das bereits auf die großen lyrischen Arien der späten Opern hinweist. Abschließend greift der Komponist wieder die Musik des Anfangs der Messe auf, wendet sich ins strahlende Allegro und gibt dem Ganzen so einen glanzvollen Abschluß.

 Seit vielen Jahren bereichert der Kirchenchor St. Elisabeth Obercastrop das Musikleben unserer Stadt mit Aufführungen großer geistlicher Werke:

 Caecilienode 1692                             H. Purcel

Te Deum u. Jubilate                           H. Purcel

Der Messias                                          G.F. Händel

Weihnachtsoratorim Teil 1-4                              J.S. Bach

Der Tod Jesu                                        C.H. Graun

Die Israeliten in der Wüste                  C.Ph.E. Bach

Missa in tempore belli                         J. Haydn

Litaniae K.V. 243                                 W.A. Mozart

Krönungsmesse K.V. 317                     W.A. Mozart

Requiem K.V. 626                                               W.A. Mozart

Messe C-Dur                                        L.v. Beethoven

Messe G-Dur                                        F. Schubert

Psalm 95                                                               F. Mendelssohn

Psalm 115                                             F. Mendelssohn

Hör mein Bitten                                    F. Mendelssohn

Große Caecilienmesse                       Ch. Gounod

Oratorio de Noel                                 C. Saint-Saens

Te Deum                                                               G. Bizet

Messe D-Dur                                         A. Dvôrák

Requiem                                                              G. Fauré

Te Deum                                                               B. Britten

Vater unser                                          L. Janáček

Psalm 150                                              C. Franck

 

Die ca. 55 Sängerinnen und Sänger des Chores St. Elisabeth bestreiten jährlich 1 bis 2 Konzerte und singen regelmäßig im Gottesdienst der Gemeinde.

Jeden Mittwoch ist von 19.30 Uhr bis 21 Uhr Probe im Gemeindehaus an der Bochumer Straße 94.

Das nächste Konzert ist am Sonntag, den 08. Dezember 2013 um 17.00 Uhr in St. Lambertus, Castrop-Altstadt. Zur Aufführung gelangen

Teil 1 bis 3 aus dem Weihnachtsoratorium von S. Bach.

 Interessierte sangeskundige Damen und Herren, die das Konzert mitsingen oder diesen Chor aktiv unterstützen möchten, sind herzlich eingeladen, an den Proben teilzunehmen.

 

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