Pastoralverbund

Stifte machen Mädchen stark - Aktion im PV beendet

Mädchen erhalten dank der Sammlung Schulbildung

stifte Die Aktion „Stifte machen Mädchen stark!!!“: Was ist daraus geworden?

In diesem Frühjahr hat das Komitee des  Weltgebetstags der Frauen eine Aktion ins Leben gerufen, an der sich die Gemeinden aus unserem Pastoralverbund Castrop-Rauxel-Süd gemeinsam mit vielen anderen Kirchengemeinden und zahlreichen Gruppen aus anderen Bereichen beteiligt haben. In unserem Pastoralverbund Castrop-Rauxel-Süd haben wir in allen Kirchen Sammelkisten aufgestellt. Viele von Ihnen haben mitgesammelt.

Am Ende kamen so 25 kg Stifte zusammen, die wir am 30. Oktober an die Recyclingfirma verschickt haben: eine große Umzugskiste voll!!!

Wir finden: das ist ein toller Erfolg! Allen die diese Aktion unterstützt haben, danken wir ganz herzlich! Eingebunden war auch eine Fachfirma, die ausgediente Kugelschreiber, Filzstifte und andere Schreibgeräte recycelt und für jeden Kugelschreiber einen Cent an die Aktion spendet.

Ich finde es großartig, dass die Aktion zwei wichtige Aspekte miteinander verbindet: einen Beitrag zu Nachhaltigkeit und Umweltschutz und eine Hilfe zur Ausbildung von Mädchen in einem Konfliktgebiet. Für 450 Stifte erhält ein Mädchen aus einem libanesischen Flüchtlingslager zum Beispiel passendes Schulmaterial für den Unterricht. Eine bessere Schulausbildung kann ihr die Tür für eine bessere Zukunft öffnen. Insgesamt unterstützt der Weltgebetstag das Projekt mit 33.000 €, die aus dem Erlös der Sammelaktion und aus Spenden stammen. Die Aktion ist ein kleines, aber eindeutiges Zeichen der Solidarität – mit den geflüchteten Mädchen und mit den Helferinnen und Helfern, die daran arbeiten, ihnen eine Perspektive für ihr künftiges Leben zu bieten.

Das Team von „Beit el-Nour“ ermöglicht knapp 200 Mädchen den Besuch von Schulunterricht und Lernen in ruhiger Umgebung. Die meist schwer traumatisierten Kinder erhalten außerdem sozial-pädagogische und therapeutische Begleitung. Soweit es die Finanzen erlauben, gibt es außerdem bescheidene Freizeitangebote für die Kinder und ihre Geschwister, die zumindest für einen begrenzten Zeitraum den Hauch einer normalen Kindheit vermitteln.

So hilft vor allem der geregelte Alltag mit Lernen und der Beschäftigung mit altersgerechten Themen, der den Mädchen dabei hilft, die entsetzlichen Erinnerungen an Krieg und Flucht zu bewältigen. In einer Situation, in der niemand weiß, welche Nachrichten der nächste Tag bringen wird, ist die Arbeit von „Beit el-Nour“ ein Rettungsanker für die verletzten Kinderseelen und damit auch Hoffnung für deren Eltern, dass ihre Kinder in all dem Elend eine Perspektive haben (Quelle: https://www.ekd.de/stifteaktion-weltgebetstag-32183.htmhttps://www.ekd.de/stifteaktion-weltgebetstag-32183.htm)

Mir hat das Sammeln aber auch wieder einmal deutlich gemacht, in welchem Überfluss wir leben. „Die Umweltfrage ist entscheidend für das Überleben des Menschen und hat eine moralische Dimension, die alle angeht“, ließ Papst Franziskus auf dem Kurznachrichtendienst Twitter verlauten. Oft tun wir so, als gäbe es noch einen „Planet B“. Dies führt dazu, dass wir vielen Gegenständen nicht mehr die Wertschätzung geben, die sie verdienen. Wir sollten uns ruhig öfter mal vor Augen führen, was eigentlich in den Dingen steckt, die wir täglich als Werbegeschenke bekommen und genauso schnell auch wieder als Müll wegschmeißen - nämlich Rohstoffe, Energie und menschliche Arbeit.

(Barbara Fels)